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FDP beantragt Zulassung von Lang-Lkw

Liberale wollen sinnvolle Lösung für den Kreis Kleve

FDP-Kreisfraktionsvorsitzender Dr. Ralf Klapdor
FDP-Kreisfraktionsvorsitzender Dr. Ralf Klapdor

Kreis Kleve (Kreistagsfraktion) 27.04.2015 - Bereits seit 2012 läuft der Feldversuch Lang-Lkw der Bundesregierung. Das dafür eigens ausgewiesene Straßennetz reicht von der dänischen bis zur österreichischen Grenze – nur um NRW müssen die Lang-Lkw  einen großen Bogen machen. Diese ökonomisch wie auch ökologisch nachteilige Situation für den Kreis Kleve will die Fraktion der Freien Demokraten im Klever Kreistag nun beenden.

Für die nächste Sitzung des Kreistags am 7. Mai hat die FDP nun beantragt, dass die NRW-Landesregierung per Resolution des Kreistags aufgefordert wird, sich am Feldversuch Lang-Lkw zu beteiligen. Nach jahrelanger Verweigerungshaltung hat sich die rot-grüne Landesregierung im März lediglich für die eingeschränkte Teilnahme am Feldversuch entschlossen. Demnach sollen aber nur Lang-Lkw mit einer Länge bis zu 17,80 Metern demnächst auf einem noch festzugelenden Straßennetz in NRW verkehren dürfen. Damit wären die Sattelzüge gerade einmal 1,30 Meter länger als üblich und würden nach Ansicht der FDP nicht den Erfolg bringen, den Lang-Lkw mit einer zulässigen  Länge von 25,25 Metern hätten. „Diese NRW-eigene Variante ist reine Kleinstaaterei und passt nicht in das moderne Europa. Vor allem der Kreis Kleve mit seinen engen wirtschaftlichen Verbindungen in die Niederlande darf mit solch einer Insellösung nicht länger benachteiligt werden“, erläutert FDP-Fraktionschef Prof. Dr. Ralf Klapdor zum Hintergrund des Antrags. Auch Klapdors Fraktionskollege und Landratskandidat Dietmar Gorißen zeigt wenig Verständnis für die unzureichende Entscheidung des SPD-Landesverkehrsministers: „Gerade die für den Kreis Kleve so wichtige Gartenbaubranche hätte kaum etwas von einer Verlängerung der Lkws um nur 1,30 Meter, denn das wären gerade einmal etwa drei Blumenkarren mehr pro Lkw. Bei einer möglichen Zulassung von 25,25 Metern wäre der wirtschaftliche Nutzen beträchtlich größer. Darüber hinaus wäre der ökologisch und verkehrstechnisch vorteilhafte Effekt bei der langen Version umso deutlicher. Statt drei Lkw müssten dann nur noch zwei fahren und die positivere Achslastverteilung der Lang-Lkw bei unverändertem Höchstgewicht von 40 t wäre für die maroden Brücken im Land eine echte Entlastung.“

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