Archiv unserer Pressemitteilungen

Weeze soll mit Düsseldorf kooperieren

FDP und CDU wollen Chancen für Airport Weeze nutzen

Pressesprecher Thomas Wittenburg
Pressesprecher Thomas Wittenburg

Kreis Kleve (Kreistagsfraktion) 01.09.2014 - Die Kreistagsfraktionen von FDP und CDU haben bereits in ihrer Kooperationsvereinbarung die Bedeutung des Airport Weeze für den Kreis Kleve betont. Nun sollen diesen Worten Taten folgen. In einem gemeinsamen Antrag wollen Liberale und Christdemokraten den Landrat beauftragen, Gespräche mit dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Geisel einzuleiten. Das Ziel dieser Gespräche soll eine mögliche Kooperation zwischen den Flughäfen Düsseldorf und Weeze sein.

Dem Wachstum des Luftverkehrs wird von Experten eine positive Entwicklung bescheinigt. So soll das Passagieraufkommen bis 2030 einen Anstieg von etwa 65 Prozent erreichen. Stadtnah gelegene Flughäfen, wie der Düsseldorfer Airport, bringt das aber an die Kapazitätsgrenzen, zumal eine Steigerung der Flugbewegungen von Anwohnern und Nachbarkommunen sehr kritisch gesehen wird. Hier sehen FDP und CDU Chancen für den Flughafen Weeze. Der drittgrößte Flughafen in NRW, nach Düsseldorf und Köln, könnte im Bereich des Charter- und Lowcostverkehrs als Entlastungs-Airport für Düsseldorf eine wichtige Funktion einnehmen. Der Bereich um den Airport herum ist deutlich dünner besiedelt als in Düsseldorf und außerdem verfügt der Flughafen im Kreis Kleve über erhebliche freie Umweltkapazitäten. Darüber hinaus bietet das Einzugsgebiet des Airport Weeze innerhalb einer Autostunde auf beiden Seiten der Grenze rund 10 Millionen potenzielle Fluggäste. Die sich daraus für den Weezer Flughafen ergebenden Chancen wollen Liberale und Christdemokraten genutzt wissen und beantragen daher die Aufnahme entsprechender Sondierungsgespräche mit der Stadt Düsseldorf.
Die von FDP und CDU angeregte Kooperation der Airports Weeze und Düsseldorf könnte sich am neuen niederländischen Luftverkehrskonzept orientieren. In unserem Nachbarland sollen Kapazitäten, die der Großflughafen Schiphol nicht mehr leisten kann, auf den Regionalflughafen Lelystad in der Provinz Flevoland verlegt werden. Die Erfahrungswerte dieser Maßnahme können nach Ansicht von FDP und CDU sogar Grundlage für ein neu zu formulierendes Luftverkehrskonzept für das Land Nordrhein-Westfalen sein. Auf jeden Fall bieten sie aber eine vielversprechende Chance.

Zurück zur Übersicht