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Sintropher-Bericht: FDP von Kreisverwaltung enttäuscht

Prof. Dr. Ralf Klapdor
Prof. Dr. Ralf Klapdor

Kreis Kleve (Kreistagsfraktion) 24.06.2011 - Tief enttäuscht zeigt sich die FDP-Kreistagsfraktion über die Verwaltungsvorlage zu dem sogenannten Sintropher Bericht, der die Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Schienenverbindung von Kleve nach Nimwegen untersuchte. „Aus Sicht einer Verwaltung, die Verwaltungsvorgänge schnell abschließen will, ist es sicherlich naheliegend, möglichst keinen besonderen Handlungsbedarf zu sehen. Für die Entwicklung des Kreises ist es jedoch ein katastrophales Armutszeugnis, wenn die Frage des Bedarfs nur von übergeordneten Planungsinstanzen abgeleitet wird“, betont der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Prof. Dr. Ralf Klapdor die Notwendigkeit politischer Gestaltung.

Aus Sicht der FDP ist es unverständlich, dass auf niederländischer Seite erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um die Anbindung des Kreises Kleve an den Ballungsraum Arnheim/Nimwegen zu verbessern und die Politik im Kreis Kleve darauf „mit der kalten Schulter“ reagiert. „Kleve liegt in einer strategisch hochinteressanten Lage zwischen den dem deutschen Ballungsgebiet Ruhrgebiet und dem niederländischen Ballungsgebiet Arnheim/Nimwegen, nutzt diese Lage aber viel zu wenig“, definiert Prof. Klapdor die politische Gestaltungsaufgabe für die Kreispolitik. Er sieht daher insbesondere den Landrat in der Pflicht, seine Aufgaben nicht auf die Führung der Verwaltung zu beschränken sondern auch an die Zukunft der Kreises zu denken und nicht nur auf Geschenke des Landes zu hoffen. Daher sei eine klare Willenserklärung des Kreises, dass man die Schienenverbindung Kleve-Nimwegen wolle, dringend notwendig, um den übergeordneten Instanzen klare Signale zu geben.

Die FDP-Kreistagsfraktion wird sich zusammen mit dem FDP-Kreisverband jedenfalls weiterhin intensiv für eine bessere Anbindung des Kreises Kleve einsetzen und hofft dabei auch auf die Unterstützung der anderen Parteien. „Grenzüberschreitender Austausch ist mehr als Tanktourismus und Wohnbevölkerung aus den Niederlanden und bietet noch eine Vielzahl von Chancen, die wir nutzen müssen“, verdeutlich Prof. Dr. Ralf Klapdor, der auch Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Strukturplanung ist, warum die FDP nicht locker lassen wird und weitere Anträge stellen wird.

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