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FDP sieht sich bestätigt: Flughafen muss privat betrieben werden

Private Investoren sollen Kapitaldecke stärken

Peter Giltjes
Peter Giltjes

Kreis Kleve (FDP-Kreistagsfraktion) 07.12.2004 - Die FDP-Kreistagsfraktion sieht ihre bisherige Haltung zur Beteiligung des Kreises an der Flughafen Niederrhein GmbH durch die jüngsten Entwicklungen bestätigt. Während die beiden großen Fraktionen von CDU und SPD eine umfangreichen Beteiligung des Kreises an der Flughafengesellschaft befürwortet haben, wurde von den Liberalen in den letzten Wochen stets betont, dass private Investoren mehr Sachkenntnis in dem Flughafengeschäft besitzen, als Politiker und Verwaltungsbeamte. „Wir begrüßen es sehr, wenn diese Gedankenspiele, die teilweise bis zu Überlegungen über eine Mehrheitsbeteiligung gingen, nun offenbar von den Investoren beendet werden“, reagiert der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Peter Giltjes auf Presseberichte, dass die Investoren lieber zusätzliche private Investoren als den Kreis als starken Gesellschafter sehen. Die FDP-Kreistagsfraktion würde zwar nicht vor nicht-öffentlichen Sitzungen über deren Beschlussvorlagen öffentlich diskutieren, aber ihre kritische Haltung hinsichtlich einer möglichen Kreisbeteiligung sei hinreichend bekannt. Damit sei auch klar, wie die FDP-Fraktion auf Vorlagen, die eine Einschränkung der Beteiligungsmöglichkeiten behandelten, reagieren würde. Giltjes betont jedoch, dass die Diskussion über das finanzielle Engagement des Kreises sowie die Frage nach einzelnen Flugverbindungen nicht den Blick auf das Wesentliche verdecken dürfe: „Es ist unrealistisch, anzunehmen, dass der Flughafen nur mit dem reinen Passagierflug ausreichend viel Geld verdienen kann.“ Dafür sei der low-cost-Markt zu hart umkämpft. Notwendig seien daher die drei Ertragssäulen Passagier- und Frachtflug sowie Gewerbeansiedlungen. Insbesondere die Ansiedlung flugaffinen Gewerbes solle nun verstärkt betrieben werden. Wenn dies gelänge, müsse die Zukunftsfähigkeit des Flughafens nicht weiterhin in der Öffentlichkeit permanent in Frage gezogen werden. Dafür sei jedoch eine verstärkte Kapitaldecke notwendig, da Gewerbeansiedlungen mit einem hohen Investitionsbedarf einhergingen. „Erst die Stärkung der Kapitaldecke durch private Investoren bietet die Voraussetzung, diese wichtige Ertragssäule konsequent zu entwickeln“, hat der FDP-Fraktionsvorsitzende klare Vorstellungen über die zukünftigen Entwicklungsnotwendigkeiten.

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