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FH-Bewerbung: FDP weist auf Ausschreibungsgrundlagen hin

Prof. Dr. Ralf Klapdor weist auf Kriterien des Landes hin
Prof. Dr. Ralf Klapdor weist auf Kriterien des Landes hin

Kreis Kleve (FDP-Kreistagsfraktion) 20.06.2008 -

In der Diskussion um die FH-Bewerbung dringt die FDP auf mehr Sachlichkeit und Beachtung der Ausschreibungskriterien des Landes. "Das Land nennt drei klare Kriterien, an erster Stelle steht die Stärkung der Ingenieurwissenschaften", betont der Pressesprecher der FDP-Kreistagsfraktion, Prof. Dr. Ralf Klapdor. Damit müsse im Kreis Kleve zuerst einmal die Suche nach entsprechenden Anknüpfungspunkten beginnen. "Die Kunst liegt darin, die verschiedenen Anknüpfungspunkte, sei es die Spektrometer-Technologie, Metallverarbeitung oder anderes zu einem sinnvollen Gesamtkonzept zu bündeln", erklärt Prof. Dr. Klapdor, der selber als Fachbereichsratsvorsitzender mit der Konzeption von Studiengängen befasst ist. Agrarwirtschaft und Gartenbau sei zwar ein Entwicklungsschwerpunkt im Kreis, zähle jedoch aus Sicht der Hochschulen nicht zu den Igenieurwissenschaften, und könne daher für eine Bewerbung mit Erfolgsaussichten nur als Ergänzung angesehen werden. Um solche Sachverhalte sachgerecht zu beurteilen, sei es richtig, dass der Kreis externen Sachverstand für eine Bewerbung hinzuziehe. Die Aussagen des Fraktionsvorsitzenden der SPD-Kreistagsfraktion zeigten, was passieren würde, wenn die Politik alleine eine Bewerbung formulieren würde: Die sofortige Aussortierung wäre die Folge.

Mit Blick auf die beiden weiteren Kriterien des Landes betont Prof. Dr. Klapdor jedoch, dass es auch genügend Aufgaben für den Landrat und die Politik gebe. So sei die zweite Voraussetzung die Berücksichtigung des regionalen Entwicklungspotenzials und des Fachkräftebedarfs der Unternehmen. Hierzu seien intensive Gespräche mit den Unternehmen im Kreis Kleve zu führen, was auch für das dritte Kriterium, die Orientierung an der dualen Ingenieurausbildung, gelte. Hier sei es notwendig, dass die regionale Wirtschaft in ausreichendem Maße bereit wäre, Ausbildungsplätze für eine duale Ausbildung in Betrieb und FH zur Verfügung zu stellen. Die FDP bittet daher alle Unternehmen und Wirtschaftsorganisationen, jeweils zu überlegen, welchen Beitrag für ein Fachhochschulkonzept man selber leisten könne.

Aus Sicht der FDP müssten Wirtschaft, Politik und alle an Hochschulbildung Interessierte an einem gemeinsamen Strang ziehen, um eine FH-Gründung im Kreisgebiet zu ermöglichen. Alleingänge und Standortdiskussionen sei dabei völlig fehl am Platz. "Der Standort muss sich im Ergebnis primär nach dem Einzugsgebiet der geplanten Studiengänge richten", so Klapdor. Denkbar seien damit viele Standorte von Emmerich, über Kleve, den Mittelkreis, vielleicht gar am Flughafen bis hin zum Südkreis, so die FDP. 

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